Mobile Legehennenhaltung

Im Spätsommer 2019 war es soweit: Die Firma Steiner Automation begann mit dem Aufbau unseres Hühnermobils. Für drei Wochen haben Marius und sein Team hier gewohnt und all die Träger und Paneele zu einem tollen Heim für unsere 2000 Hennen und ihre 50 Hähne gemacht.

m Herbst 2020 konnten wir ein zweites Mobil aufstellen. Die Tierzahl ist hier identisch. Somit entsteht keine Lücke mehr in der Lieferung unserer Eier. Besonders am zweiten Mobilstall ist, dass einer der Wintergärten zur Hälfte verkleidet und isoliert ist. Somit haben die Hühner hier Zugang zu einem weiteren Klimabereich.

Die Ställe bestehen grundsätzlich aus drei Bereichen: Warmstall mit Voliere, Wintergarten mit Außenklima und dem Vorraum mit Eiersammelstelle.

Besonders an der Haltung im Mobilstall ist, dass wir durch das regelmäßige Versetzen im Sommerhalbjahr die Möglichkeit haben, unseren Hühnern immer wieder eine frische Weide zu bieten. Die Wiesen unmittelbar bei den Auslaufklappen leiden stark unter der Beanspruchung. Durch das Weiterziehen des Stalls können wir die Grasnarbe schonen.

Auch für die Hühner ist es besser, wenn sie nicht immer auf der gleichen Fläche weiden müssen, da der Druck von Parasiten, die den Tieren zu schaffen machen, bei dauerhafter Nutzung steigt.

Auf unserem Hof arbeiten wir eng mit verschiedenen Partnern in der Legehennenhaltung zusammen. Die Junghennen wachsen beim Aufzuchtbetrieb Peter Schubert in Bayern auf. Dort können sie sowohl die Kükenphase – mit ihren besonderen Bedürfnissen nach Wärme – als auch die Jugendphase, in der sie lernen müssen, ausreichend zu fressen und ihr Immunsystem zu stärken, verbringen.

Sie werden dort ebenfalls nach Demeter-Richtlinien gehalten, und wir freuen uns immer, wenn wir die Tiere in der Aufzucht besuchen und sehen können, wie gut sie aufgehoben sind.

Im Alter von 18 Wochen kommen die Junghennen aus Bayern zu uns auf den Hof. Nach einer Eingewöhnungszeit im Stall beginnen sie mit etwa 20 Wochen mit dem Eierlegen. Diese Zeit ist besonders anspruchsvoll – sowohl für die Hühner als auch für uns –, da die Tiere weiterhin wachsen sollen und gleichzeitig bereits mit der Eierproduktion beginnen. Wenn die Hälfte der Tiere mit dem Eierlegen begonnen hat, lassen wir sie auf die Weide.

Bewacht werden sie hier von unserem Herdenschutzhund Aron und der Hündin Catalina. Beide stammen vom Biolandhof der Familie Riehle in Weil der Stadt und wurden speziell für das Hüten von Hühnern ausgebildet. So müssen wir den Fuchs nicht mehr fürchten.

Nun beginnt die etwa 1 ¼ Jahre lange Zeit des Eierlegens für unsere Hühner. Innerhalb dieser Zeit legen sie bis zu 300 Eier pro Tier – also nicht ganz jeden Tag eins.

Dank unseres Kooperationspartners Martin Zapf können Sie unsere Eier nun nicht nur hier in Wildberg bekommen, sondern auch in vielen Edeka-Filialen in Baden Württemberg. Verpackt und vermarktet werden sie von der  Erzeugergemeinschaft Geflügelhof Zapf. Wir freuen uns sehr, mit der Familie Zapf einen so tollen Partner für die Vermarktung unserer kostbaren Demeter-Mobilstall-Eier gefunden zu haben.

Am Ende jedes Hühnerlebens steht der Schlachter. Grundsätzlich werden unsere Hennen alle als Suppenhühner verkauft. Im Winter 2020 war es sogar noch etwas Besonderes, da wir mit Hilfe von Daniel Harter und seinem Team in einer mobilen Schlachterei unsere Hühner konnten so bis zum Schluss begleitet werden. Mittlerweile hat sich auch eine stationäre Schlachterei gefunden, die unsere Tiere schlachtet und sie anschließend mit Bio-Zertifikat verpackt zu uns zurückliefert. Wir haben also in dem Tiefkühlschrank in unserem Hofladen meistens ein Suppenhuhn für Sie bereit.

Nicht vergessen werden sollen die Hähne. Seit diesem Jahr werden alle Tiere, die aus den Eiern schlüpfen, wenn unsere Junghennen bestellt werden, aufgezogen. Das sind im Jahr immerhin etwa 3.500 Hähne. Auch diese werden von Peter Schubert für uns aufgezogen und anschließend direkt zu tollen Gockelprodukten verarbeitet.